Tao Teh King, Kapitel 4

 

4. Von Ewigkeit her

 

Der SINN ist immer strömend.

Aber er läuft in seinem Wirken doch nie über.

Ein Abgrund ist er, wie der Ahn aller Dinge.

Er mildert ihre Schärfe.

Er löst ihre Wirrsale.

Er mäßigt ihren Glanz.

Er vereinigt sich mit ihrem Staub.

Tief ist er und doch wie wirklich.

Ich weiß nicht, wessen Sohn er ist.

Er scheint früher zu sein als Gott.

 

 

 

Kapitel IV

 

Spring  ohne  Quelle

 

1. Das Tao ähnelt der Leere des Raums, es zu verwenden müssen wir vermeiden, Ganglien zu erschaffen¹. Oh Tao wie weit Du bist, der Abyss der Abysse, Du heiliger und geheimer Vater aller Vaterschaften der Dinge

 

2. Lasst uns unsere Scharfsinnigkeit stumpf machen². Lasst uns unsere Komplexe aufgeben³; unseren Glanz zur normalen Verworrenheit herabsenken⁴. Oh Tao, wie weit Du bist, wie rein, ewige Einheit jenseits des Himmels.

 

3. Dies Tao hat keinen Vater. Es ist jenseits aller Begriffsbildung, höher als das Höchste.

 

 

¹) Siehe Liber CCXX,I,22: „Es soll kein Unterschied unter euch gemacht werden zwischen einem Ding & irgendeinem anderen Ding;“ Ungleichheit (eine Illusion) und Unordnung resultieren notwendigerweise aus dem Abweichen von Gleichwertigkeit.

²) Denn Scharfsinnigkeit beinhaltet Konzentration.

³) Denn diese sind die Ganglien des Denkens, welche zerstört werden müssen.

⁴) Zu denselben Prinzipien vgl. die Doktrin in Liber CCXX, wie bezüglich der Zeichen des Raums (I, 52: Wenn dies nicht recht geschieht; wenn ihr die Raumzeichen verkennt und dabei sagt: Sie sind eins, oder sagt, Sie sind viele; wenn das Ritual nicht immer zu mir ist: dann erwartet die schrecklichen Urteilssprüche von Ra Hoor Khuit!). Die Sterne sind sozusagen Makel in der Ewigkeit von Nuit.

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