T.:L.:K.: - Thelemic Loving Kindness


Eine der Hauptauswirkungen der Coronzeit ist ein unbestimmtes, aber dennoch hartnäckig penetrantes Gefühl der Isolation. Dieses Getrennt-Sein war nicht nur einfach ein Abhanden-Sein des Herdentriebs. Es ging bei mir sogar soweit, dass mir das erste Mal ein doch immer wieder auftretendes Phänomen einer Störung und Ablenkung vom Fluss des Prana in der Meditation bewusst wurde. Bei näherer Betrachtung fand ich hierin ein Sinnenobjekt, dass in seiner Funktion immer wieder sehr schnell eine gewisse Neigung zeigt zu einer selbstständigen Entendität zu werden. Plötzlich steht da ein Geist, vielleicht ein Dämon, ein Feind in meinem Geistesraum und flüstert mir ähnlich wie Ratatoeskr Verschwörungsgedanken über mich und meine Umwelt ein. Gedanken, die, wie gesagt sich wie von selbst immer weiterentwickeln und mir schliesslich, wie eindeutig das ein Bruder, eine Schwester oder sonst irgendein Wesen durch sein Tun mir das Leben vermiesen will.

Bei weiterer Reflektion wurde mir klar dass dieses kleine Eichhörnchen überall im Alltag mir Zwietracht einflüstert. Letzendlich ist es ja seine Natur überall auf der Weltenesche hin- und her zu huschen und sein Unheil anzurichten. Wer kennt ihn nicht den Spruch: Der Teufel ist ein Eichhörnchen.

Ich möchte hierzu sagen, dass ich versuche eine totale Unvoreingenommenheit gegenüber jedwegen Regung des Lebens (und auch des Todes) zu entwickeln. Im Wahrhaftigen Umgang mit allen Phänomenen sehe ich ganz im Gegenteil die königliche Kunst des Lebens – Ars vivendi, die eins ist mit dem Fluss, mit dem Tao und damit mit der Glückseligkeit. Der Ursprung allen Heils.

Für tatsächliche Erleuchtung finde ich darin zu aller erst das grundlegende Fundament. Worte wie Liebe oder Mitgefühl müssen weder leer noch ein Werkzeug zur Manipulation sein, dem Namen wohnt eine ursprüngliche Eigenschaft inne, wenn man so will. Im Buddhismus wird sehr eindeutig auf eine Praxis des Metta hingewiesen, eine Geisteshaltung die grundlegend eine heilsbringende Handlung erwirkt.

Tatsächlich wird mein Ratataoeskr immer unbedeutender und leiser und meine sozialen Kontakte haben dann eine allgemein hell-angenehme Tendenz die das Leben weit erfüllter und angenehmer macht. Auch eine kritische Situation ist damit weit erträglicher, da man seine Zeit und Energie nicht damit verschwendet wird, sich mit imaginierten Feinden auseinander setzen zu müssen, sondern endlich Verantwortung für das Universum hier auf der Erde und jetzt zu übernehmen kann.

Natürlich kann durch Bannung vor einer Meditation der Geist vor allen Ablenkungen geschützt werden, aber ich stelle mir nicht vor dass ein angenehmes Leben aus einer ständigen Bannung besteht.

Formulierung der TLK

Am Beginn einer Meditation formuliere ich im Geist in zeitlicher Reihenfolge folgende Sätze:

Möge ich und mein Partner und meine Haustiere von Liebe unter Willen erfüllt sein. Mögen Freunde und Familie von Liebe unter Willen erfüllt sein. Mögen Berufskollegen und deren Familien von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge die Umgebung in der ich wohne von von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge die Stadt in der ich wohne von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge das Land in dem ich residiere von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge die die Atmosphäre der Erde von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge unser Sonnensystem mit all seinen Planeten von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge unsere Milchstrasse von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge das Universum von Liebe Willen erfüllt sein.

Möge das Multiversum von Liebe unter Willen erfüllt sein.

Möge ein jedes Phänomen mit seinem Ursprung vereint sein.

Von da an reise ich mit meinen Glückwünschen wieder rückwärts, bis ich bei mir Selbst angekommen bin. Ich habe fest gestellt, dass das Ergebnis umso besser ist je bildlicher sich die Wort vorstellt. Gesichter von Freunden, der Lauf unserer Planeten, die Spirale der Milchstrasse, usw

Featured Posts
Recent Posts
Archive
Search By Tags
Follow Us
  • Facebook Basic Square
  • Twitter Basic Square
  • Google+ Basic Square